Presse

 

Bericht in der "Thüringer Allgemeine", Januar 2005

Fröhlicher Liederkreis

Gemischter Chor probt montags im Luise-Gymnasium / Nachwuchs willkommen

ERFURT. Jik Gag Tem Tam'', merkwürdige Töne klingen da aus einem Klassenraum des Königin-Luise-Gymnasiums. Es ist Montag Abend und die Schüler sind eigentlich längst alle gegangen. Trotzdem hallt fröhlicher Gesang durch das Gebäude: ab 19.30 Uhr probt hier nämlich der Liederkreis Erfurt e.V. Der etwas merkwürdige Text stammt übrigens aus dem Himalaya-Marsch, einem der vielen nicht ganz so ernst gemeinten Lieder, die der gemischte Chor im Repertoire hat.

Der Verein ging 1992 aus zwei verschiedenen Ensemblen hervor, dem Thomas Müntzer Chor der Optima und dem Paul Schäfer Ensemble der Schuhfabrik. Auftrittsmöglichkeiten gibt es viele für die 22 Frauen und fünf Männer unterschiedlichen Alters. Mit ihrem breit gefächerten Repertoire sind sie beim Frühlingskonzert der Erfurter Chöre, beim Weihnachtskonzert im Haus Dacheröden, bei verschiedenen Vespern und allerhand mehr gern gesehene Gäste. Sie singen traditionelle Kirchen- und Volkslieder, Gospel oder auch bekannte Melodien der Beatles. Alles mögliche von der Renaissance bis zur Neuzeit.

Eine professionelle Gesangsausbildung haben die meisten nicht. Drei Musiklehrer sind mit von der Partie. Für die anderen ist die Musik ihr Hobby, ein sehr enthusiastisch ausgelebtes. Leider fehlen dem Ensemble noch geeignete Bass- und Tenor-Stimmen, da sich die meisten Männer so etwas nicht zutrauen. "Eigentlich müsste man nur die Töne halbwegs richtig treffen und Spaß am Singen haben", meint Irkme Rückert, die Leiterin des Chores. Mehr bräuchte es nicht, um mitzumachen. Andreas Voigt beispielsweise ist von Geburt an blind, singt mit und hat in der Gemeinschaft jede Menge Spaß. Und der steht natürlich im Vordergrund.


Christian GÜNSCH

Wer Interesse hat, kann einfach bei der wöchentlichen Probe - montags 19.30 Uhr im Königin-Luise-Gymnasium vorbeischauen oder sich telefonisch melden bei Annette Große: 0361/ 4 21 99 53.

 

 

Bericht im Römhilder Tageblatt, 05. Dezember 2005